Auto-Familie Ostermaier nimmt wieder Fahrt auf

Nach schwierigen Jahren schafft die Firmengruppe heuer sogar in der Corona-Krise einen Gewinn


Vilsbiburg/Straubing. Gerade einmal dreieinhalb Monate war Klaus Schroff Geschäftsführer des Autohändlers Ostermaier aus Vilsbiburg (Kreis Landshut), als der Corona-Lockdown die Branche gelähmt hat. Der 65-jährige Schwabe ist gerade dabei, den Autohändler wieder in ruhigere Fahrwasser zu bringen, nachdem sich das Familienunternehmen vor vier Jahren mit zwei Übernahmen fast verhoben hätte. Die Entwicklung der Firma stimmt Schroff zuversichtlich – trotz Corona.


Das schlimmste Kapitel der bisherigen Unternehmensgeschichte hat Ostermaier hinter sich, sagt Schroff. Damit meint er nicht das Corona-Jahr 2020. Vor vier Jahren – Ostermaier hatte damals vier Standorte – übernahm die Firma Autohäuser in Straubing, Mühldorf am Inn und Waldkraiburg. Die Belegschaft wuchs um 230 Mitarbeiter auf fast 500. Bei den Übernahmen wurden laut Schroff Fehler gemacht, die den Autohändler in wirtschaftliche Schwierigkeiten brachten. 2017 fuhr die Gruppe einen „deutlichen Verlust“ ein.

Ein Sanierer wurde ins Haus geholt. Um Kosten zu sparen, musste die Mitarbeiterzahl um bis zu 70 reduziert werden. Es traf vor allem die Standorte Straubing, Mühldorf am Inn und Vilsbiburg. Dadurch seien auch Vertriebsstrukturen zerstört worden, sagt Schroff. 2017 und 2018 verkaufte die Gruppe unter anderem deshalb weniger Fahrzeuge. Hinzu kam der Dieselskandal des VW-Konzerns. Es habe sogar Überlegungen gegeben, sich vom Straubinger Standort wieder zu trennen. „Das wäre für die Gruppe aber strategisch katastrophal gewesen“, sagt Schroff. Denn die Autobauer setzen auf große Händler für ihre Fahrzeuge. „Wenn man als Autohaus nicht mehrere Standorte und eine gewisse Absatzzahl vorweisen kann, ist man nicht attraktiv als Vertragshändler.“

Die Gruppe soll wachsen

Schon 2018 zeichnete sich eine erste positive Entwicklung ab. Die Wende folgte laut Schroff 2019: Der Sanierer verließ die Firma, Ostermaiers zogen sich aus dem operativen Geschäft in einen Beirat zurück und Schroff wurde als Geschäftsführer eingestellt. „Es ist wichtig, dass alle Fäden in einer Hand zusammenlaufen.“

Schroff bringt selbst jahrzehntelange Erfahrung in der Sanierung von Autohäusern mit. Er änderte die Strategie: In seinen Augen war keine Reduzierung des Unternehmens notwendig, sondern ein Aufbau. Das heißt: Erhalt aller Standorte, Stärkung des Vertriebs etwa durch Personalaufbau sowie das Schaffen von Führungsstrukturen. Schroff will aber auch, dass die Gruppe wächst. Ihm zufolge könnten in den kommenden fünf Jahren weitere Standorte hinzukommen.

2019 schloss das Unternehmen mit einem Umsatz von 160 Millionen Euro und einem Gewinn ab. Die Aussichten waren gut – und dann traf Corona die Wirtschaft. Zunächst rechnete Schroff damit, dass die Firmengruppe wegen Corona am Ende des Jahres einen Verlust von einer Million Euro hinnehmen muss. Es kam aber anders. Im März und April habe Ostermaier zwar im Vergleich zu den Vorjahresmonaten einen Umsatzrückgang von sechs bis sieben Millionen Euro verbucht, aber bereits im Mai war das Ergebnis wieder positiv. „Im Juni, Juli und August hatten wir dann ein sehr starkes Geschäft – mit Neuwagen, aber vor allem mit jungen Gebrauchtwagen. Damit konnten wir die Umsatzrückgänge kompensieren, sodass wir 2020 mit Gewinn abschließen werden.“ 5 000 Gebrauchtwagen und 3 200 Neuwagen hat die Ostermaier-Gruppe im vergangenen Jahr verkauft. Heuer könnten es noch mehr werden, sagt Schroff. Er geht von 5 500 Gebrauchtwagen und 3 400 Neuwagen aus. Beim Umsatz erwartet Schroff für heuer eine Summe von 180 Millionen Euro. „Wir kommen im Corona-Jahr mit einem blauen Auge davon“, sagt Schroff.

Nachfolger schon im Blick

Der Geschäftsführer ist optimistisch, dass 2021 ein gutes Jahr wird – unter anderem aufgrund der Elektromobilität. Diese nehme immer mehr Fahrt auf. Um in puncto Elektromobilität auf dem neuesten Stand zu sein, habe die Unternehmensgruppe in diesem Jahr insgesamt eine Million Euro über alle Standorte hinweg investiert.

Der Vertrag des 65-jährigen Schroff läuft bis 2023. Bis dahin will er dem Beirat einen Nachfolger vorschlagen können. Er habe schon Kandidaten im Blick, diese müssten sich aber noch bewähren, sagt der Geschäftsführer.

Die Ostermaier-Gruppe

Ostermaier hat am Firmensitz in Vilsbiburg zwei Standorte und weitere in Straubing, Landshut, Eggenfelden (Kreis Rottal-Inn), Mühldorf am Inn und Waldkraiburg (Kreis Mühldorf am Inn). Bei der Unternehmensgruppe, die die Marken Audi, VW, VW-Nutzfahrzeuge, Škoda, SEAT und Cupra vertreibt, sind nach eigenen Angaben knapp über 500 Mitarbeiter beschäftigt.

Quelle: Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung.

 

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